Gibt es für die Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Filmbranche einen Film, den sie mit der Stadt in Verbindung bringen, der sie an ein ganz persönliches Erlebnis erinnert, der ihnen, wenn sie „Hamburg“ hören, sofort einfällt? Oder eine Serie? SPOT hat einmal rumgefragt. Hier antwortet Emely Christians von Ulysses Film.

In unserer großen SPOT-Umfrage wollten wir von Branchenmenschen aus Hamburg und nicht aus Hamburg wissen, welchen Film / Serie sie sofort für sich assoziieren, wenn sie an Hamburg denken.
Emely Christians, Ulysses: „„Soul Kitchen“ von Fatih Akin ist für mich gelebtes Hamburg. Keine Hochglanzkulissen, keine geschönten Ansichten – stattdessen rau, bunt und voller Leben. Das kleine Restaurant in Wilhelmsburg wird zum Herzstück einer Geschichte über Zusammenhalt, Durchhaltevermögen, füreinander einstehen und echte Nähe. Die Schauplätze wirken vertraut, viele kenne ich selbst, und genau das gibt dem Film diese besondere Wärme. Fatih schafft es, Humor und Realität so zu verweben, dass Hamburgs Ecken und Kanten nicht verborgen, sondern gefeiert werden. „Soul Kitchen“ ist für mich deshalb ein besonderer Film – ein echtes Stück Hamburg! Diese Liebe zum Authentischen zeigt sich für mich auch in der „Sesamstraße“. Seit 1973 in den NDR-Studios in Lokstedt produziert, gehört sie für mich so sehr zu Hamburg wie der Hafen. Mit ihren Kultfiguren und liebevollen Geschichten über Toleranz, Freundschaft und Vielfalt ist die „Sesamstraße“ ein Stück Fernsehgeschichte, das mich geprägt hat, für mich engstens mit Hamburg verbunden ist und das kreative Gesicht Hamburgs weit sichtbar macht.“
