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Die LOLA-nominierten Produzent:innen: Sandra Maischberger mit „Riefenstahl“


Wir lassen die Produzent:innen aus den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm und Kinderfilm, die 2025 für einen Deutschen Filmpreis nominiert sind, in einer Umfrage zu Wort kommen. Falls Sie sich fragen: Die Reihenfolge ist alphabetisch nach Filmtitel sortiert, ungeachtet der Kategorie.

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Sandra Maischberger (Credit: Peter Rigaud)

THE SPOT läutet mit verschiedenen Features den Countdown zur Verleihung des Deutschen Filmpreis 2025 ein. In einer großen Umfrage lassen wir etwa die nominierten Produzent:innen aus den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm und Kinderfilm zu Wort kommen. Falls Sie sich fragen: Die Reihenfolge ist alphabetisch nach Filmtitel sortiert, ungeachtet der Kategorie. Hier antwortet Sandra Maischberger, die mit „Riefenstahl“ von Andres Veiel in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert ist.

Gratulation zur Nominierung! Was bedeutet sie Ihnen? Welchen Stellenwert genießt der Deutsche Filmpreis für Sie? Hat sich durch die Tatsache, dass der Preis nicht mehr dotiert ist, etwas für Sie verändert?

Sandra Maischberger: Der Deutsche Filmpreis ist nicht nur die wichtigste Anerkennung, die ein Film in Deutschland bekommen kann, sondern auch die schönste – weil sie von den Filmschaffenden selbst kommt. Ein größeres Kompliment kann man sich gar nicht wünschen. Selbst wenn es „nur“ bei einer Nominierung bliebe. 

Wenn Sie auf die Arbeit an Ihrem Film zurückblicken: Worauf sind Sie am meisten stolz? Was macht dieses Projekt ganz besonders, sowohl allgemein als auch für Sie?

Sandra Maischberger: Von der ersten Idee, den Nachlass von Leni Riefenstahl für einen Dokumentarfilm auszuwerten, bis zum Kinostart sind 7 lange Jahre vergangen. Es war in jeder Phase ein komplizierter Hürdenlauf: von der Sicherung der Materialien bis zur Erschließung, von der Finanzierung bis zur Fertigstellung. Dass der Film gelungen ist, dass die Arbeit mit Andres Veiel und unserem Team in jedem Moment so inspirierend war, dass wir mit unserem Werk so viele Menschen ins Kino locken konnten, ist ein Geschenk. RIEFENSTAHL ist nicht nur ein Blick auf unsere Geschichte. Ich finde, es ist auch wie eine Momentaufnahme unserer Gegenwart – und eine Warnung vor einer möglichen Zukunft.  

Die Novellierung des FFG ging zum Jahresende 2024 gerade noch durch. Was erhoffen Sie sich von der neuen Regierung? Was muss geschehen? Welche Schritte sind nun wichtig, um Deutschland insgesamt als attraktiven Filmstandort zu gestalten? 

Sandra Maischberger: Kollegen, die sich mit der Materie intensiver beschäftigen als ich, fordern vor allem die zügige Verabschiedung der weiteren Säulen des FFG, insbesondere eine Investitionsverpflichtung für Streamingdienste und ein starkes steuerliches Anreizmodell für Produzenten, die in Deutschland drehen.

Unverändert befinden wir uns in Zeiten des Umbruchs. Halten Sie das deutsche Kino im Jahr 2025 für vital und relevant?

Sandra Maischberger: Jedenfalls habe ich in diesem Filmjahr vieles gesehen, was relevant und bewegend war. Noch leben wir.