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KINO KINO KINO (# 2): Diesmal mit Mike Marzuk


Ein Leben ohne Kino ist möglich, aber nicht erstrebenswert. Mit unserem SPOT-Fragebogen KINO KINO KINO hören wir uns um bei Filmemachern und wollen wissen, welchen Stellenwert das Kino in ihrem Leben besitzt. Hier antwortet Regisseur Mike Marzuk, dessen neuer Film „Ein Mädchen namens Willow“ am Donnerstag im Verleih von Constantin Film in die Kinos kommt.

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Regisseur Mike Marzuk (Credit: Stefanie Leo)

Können Sie sich an Ihren ersten Kinobesuch erinnern? Was? Wann? Wo? Wie?

Mein erster Kinobesuch, an den ich mich erinnere, war „Zwei außer Rand und Band“ mit Bud Spencer und Terrence Hill, 1977 im Olympia-Kino in Landsberg. Zusammen mit meinem Bruder und meinem Vater.

Gibt es einen besonderen Kinobesuch, den Sie als bleibend bezeichnen würden?

Zurück in die Zukunft“ fand ich schon sehr besonders und anders zur damaligen Zeit. Und ist auch heute noch einer meiner Lieblingsfilme. „Die nackte Kanone“ fand ich im Kino seinerzeit auch sehr toll – weil ich bis dahin gefühlt nur den Bud-Spencer-Humor kannte. 

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„Zwei außer Rand und Band“ mit Bud Spencer und Terrence Hill (Credit: Imago / United Archive)

Gibt es einen Film, der Sie dazu bewegt hat, selbst Filmemacher werden zu wollen?

Tatsächlich nicht; bin da eher zufällig rein gestolpert. Filmemacher zu werden, kam mir eigentlich nie in den Sinn; glaubte aber irgendwann mal, selbst ein Drehbuch schreiben zu wollen. Und hab’s einfach gemacht. Und diesen Film „Weisst was geil wär’…?!“ durfte ich dann auch 2006 als Low-Budget-Film machen. Danke dafür, liebe SAMies!

Ihr schönster Kinobesuch?

Vielleicht mein erster Kinobesuch? Ich find’s eigentlich immer schön und frage mich nach jedem Kinoerlebnis, warum ich das nicht öfters mache … 

Können Sie sich an einen Kinobesuch erinnern, der Ihnen auf besondere Weise verleidet wurde?

Bei „Barbie“ war der Ton im Kino so leise eingestellt bzw, kam er nur aus schlechten Miniboxen von vorne – das hat mir den Film sehr verleidet.

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Karla Sofía Gascón und Zoe Saldaña in „Emilia Pérez“ (Credit: Neue Visionen)

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?

Tatsächlich „Ein Mädchen namens Willow“ … und das bedingt durch meinen Beruf wahrscheinlich 100 Mal … „Emilia Pérez“ war aber der letzte normale Kinobesuch, und ich hatte danach ( und immer noch) gleich Bock darauf, auch ein Musical zu machen… 

Welchen Film haben Sie am öftesten gesehen?

Ha ha – „Top Gun“ (1986) habe ich 3x mal im Kino gesehen. Und „Dirty Dancing“ auch.

Gibt es ein Guilty-Pleasure?

Ich schaffe es tatsächlich, im Kino eine Jumboportion süßes Popcorn zu essen – bevor der Hauptfilm begonnen hat!

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Christopher Lloyd und Michael J. Fox in „Zurück in die Zukunft“ von Robert Zemeckis (Credit: Imago / Allstar)

Welchen Film Ihres Lieblingsregisseurs mögen Sie überhaupt nicht?

Ich habe tatsächlich keinen Lieblingsregisseur; Robert Zemeckis finde ich beeindruckend, weil er zwei meiner Lieblingsfilme gemacht hat – „Zurück in die Zukunft“ und „Forrest Gump“. Und viele andere großen Filme. Ohne aber zum Beispiel seinen „Die Legende von Beowulf“ gesehen zu haben, reizt dieser Film mich gar nicht; vielleicht ist der aber ganz toll – keine Ahnung?!

Auf welchen Kinofilm freuen Sie sich besonders?

„Mickey 17“.

Gibt es eine besondere Filmentdeckung, die Sie in jüngster Zeit gemacht haben?

Für mich war „Emilia Pérez“ eine Entdeckung und ein Wow-Erlebnis!

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Bong-joon Hos „Mickey 17“ mit Robert Pattinson (Credit: Warner Bros.)

Gibt es einen Filmklassiker, den Sie bis heute nicht gesehen haben, den Sie aber unbedingt sehen wollen?

Nicht einen, vielmehr tausende! Ich habe sträflich wenig Filme gesehen; für den Umstand, dass Filmemachen mein Job ist. 

Gibt es einen Filmklassiker, den Sie gerne selbst gemacht hätten?

Vielleicht „Zurück in die Zukunft“ – weil ich Michael J. Fox bewundere und ihn gerne kennengelernt hätte. 

Warum muss man Ihren aktuellen/neuen/jüngsten Film unbedingt im Kino sehen?

Weil er berühren kann – wenn man es zulässt. Und wie immer (auch) um Freundschaft und Familie handelt. Und um unsere Natur! Etwas, das uns alle betrifft … 

Was soll Ihr nächster Film werden?

Ich würde gerne weiter an der „Willow“-Reihe (mit-)arbeiten. Und wenn das nicht klappt, fänd´ ich mal wieder ein Musical gut… oder eine Komödie… oder einen Thriller… oder einen Horrorfilm. Ich mag einfach den Prozess des Filmemachens und sich in etwas „reinzudenken“.

Kino bedeutet für Sie …

… die Möglichkeit, Menschen zwei Stunden zu unterhalten und vielleicht von dem Wahnsinn in der Welt abzulenken. Manchmal gelingt das mehr, manchmal weniger – aber wir werden es immer versuchen. Kino bedeutet für mich also EMOTION. 

Vormals in unserer Reihe Der SPOT-Fragebogen – KINO KINO KINO:

#01 – Jan-Ole Gerster zu „Islands“